Über uns

Die BAG Landwirtschaft & ländliche Entwicklung berät und unterstützt die Partei zu agrarpolitischen Fragen. Sie ist ein Ort des fachlichen Austauschs und konzeptioneller Diskussionen zwischen aktiven Grünen, Expert*innen und auch anderen BAGen. Jenseits tagespolitischer Debatten wird die programmatische Ausrichtung diskutiert und ihre Umsetzung begleitet. Das Fachgremium aus Praxis, Politik und Wissenschaft setzt sich kritisch und konstruktiv mit Problemen der Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung auseinander und entwickelt Alternativen. Über die Beratung sowie Anträge, Beschlüsse und Positionspapiere wird so die politische Ausrichtung der Partei mit entwickelt.


Barbara Ostermann, Sprecherin BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung


Warum Landwirtschaft & ländliche Räume?

Landwirtschaft und ländliche Räume sind die Orte, an denen sich entscheidet, ob uns die sozial-ökologische Erneuerung Deutschlands und die Unabhängigkeit von globalen Lieferketten gelingt. Hier setzen wir erfolgreichen Klima-und Artenschutz um, erhalten  Böden und Wasser für nachkommende Generationen, bauen erneuerbare Energien aus, schaffen regionale Wertschöpfung und sichern den Standort und die Attraktivität Deutschlands für Unternehmen und Bewohner zugleich. Mir ist wichtig, die ländlichen Räume als Chancenräume zu nutzen. Und das ebenso in Ost- wie in Westdeutschland.

Werdegang

Ich war bis 2025 Geschäftsführerin eines 3,5  MW Windparks in der Eifel und habe erfolgreich dessen Repowering mit regionaler Wertschöpfung und Artenschutz vorangebracht. Zudem führe ich einen Naturland-Hof im Nebenerwerb im Tecklenburger Land, der seit über 30 Jahren ökologisch wirtschaftet. Wir sind einer der wenigen Ökorapslieferanten Deutschlands und versorgen die regionalen  Bäckereien mit unserem Ökokorn. Studiert habe ich Rechtswissenschaften, Politik und Französisch in Köln und Paris mit den Schwerpunkten Europa-und Völkerrecht. Beruflich war ich über 20 Jahre als Journalistin für die ARD und den WDR tätig sowie als Pressereferentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag. Von 2021 bis 2026 war ich Sprecherin der LAG Landwirtschaft & Ländlicher Raum NRW, von 2024 bis 2026 stellvertretende Sprecherin der BAG Landwirtschaft und Ländlilche Entwicklung. Seit 2026 bin ich Sprecherin der BAG Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung.

Ziele grüner Landwirtschaftspolitik

Ich setze mich für eine Landwirtschaftspolitik ein, die Ökologie und Ökonomie verbindet, den EU-weiten Umwelt-Rollback beendet und Landwirt*innen faire Perspektiven bietet. Mein Fokus liegt auf Dialog, Teamarbeit, wissenschaftsbasierter Politik, Nachwuchsförderung und einer starken grünen Präsenz in ländlichen Räumen in Ost-sowie in Westdeutschland. Mir ist es besonders wichtig, die Jugend in unsere Themen einzubinden und die Fackel grüner Landwirtschaftspolitik an sie weiterzureichen.


Maria-Therese Eiblmeier, Sprecherin BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Warum Landwirtschaft & ländliche Räume?

Landwirtschaft und Umweltpolitik sind untrennbar miteinander verbunden, wenn es um die Zukunft kommender Generationen geht. Wie wir Böden, Wasser, Tiere und Wälder heute behandeln, bestimmt die Ernährungssicherheit und Lebensqualität von morgen. Deshalb gehört Landwirtschaft ins Zentrum jeder verantwortungsvollen Umweltpolitik. Stadt und Land sind kein Widerspruch – viele Menschen bewegen sich selbstverständlich zwischen beidem hin und her. Das muss sich auch in vernünftiger Politik widerspiegeln.

Werdegang

Ich bin auf einem konventionellen Familienbetrieb mit Ackerbau und Forst im KV Dingolfing-Landau in Niederbayern aufgewachsen. Nach dem Studium der Europapolitik und Volkswirtschaft arbeitete ich mehrere Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit zu Wasser- und Bodenschutz in Subsahara-Afrika. Heute arbeite ich an der Schnittstelle von EU- und Bundespolitik im Bundestagsbüro von Martin Häusling und engagiere mich in der bayerischen LAG Landwirtschaft und Wald, deren Sprecherin ich bin.

Ziele grüner Landwirtschaftspolitik

Ich stehe für eine grüne Politik, die Umwelt- und Klimaschutz gemeinsam mit Land- und Forstwirt*innen umsetzt. Dafür braucht es Dialog, gegenseitiges Verständnis und Rückgrat – insbesondere gegen den Abbau von Umweltstandards. Ziel ist eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die Artenvielfalt schützt, Ernährungssicherheit gewährleistet und ländliche Räume stärkt.


Sophie Kraul, stv. Sprecherin BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Warum Landwirtschaft & ländliche Räume?

In der Landwirtschaft treffen für mich ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und gesellschaftliche Erwartungen unmittelbar aufeinander. Gute Landwirtschaft respektiert natürliche Kreisläufe und schafft zugleich hochwertige Lebensmittel aus fairen Strukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gerade im Spannungsfeld zwischen urbanen Debatten und ländlicher Realität braucht es Vermittlung und politische Klarheit.

Werdegang

Als Gründerin eines landwirtschaftlichen Betriebes im Nordschwarzwald erlebe ich täglich die praktischen Auswirkungen agrarpolitischer Entscheidungen. Diese Perspektive verbinde ich mit langjähriger Verbandsarbeit, unter anderem als Sprecherin für Erzeugerinnen im Demeter-Verband. Dort habe ich Interessen gebündelt, Positionen vertreten und unterschiedliche Akteure zusammengebracht. Als Stadtkind bringe ich zudem einen vermittelnden Blick zwischen Stadt und Land in die agrarpolitische Arbeit ein.

Ziele grüner Landwirtschaftspolitik

Ich möchte grüne Landwirtschaftspolitik konstruktiv weiterentwickeln – insbesondere mit Blick auf die GAP nach 2027, faire Lieferketten mithilfe der Gemeinsamen Marktordnung und die Stärkung der Ernährungssouveränität – insbesondere im Spannungsfeld zwischen Lebensmittelverschwendung und industrieller Agrarproduktion.


Burkhard Gödecke,  stv. Sprecher BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Burkhard ist Sprecher der LAG Landwirtschaft Niedersachsen.

Warum Landwirtschaft & ländliche Räume?

Landwirtschaft prägt den größten Teil unserer Landesfläche. Die Landbewirtschaftung hat großen Einfluss auf Landschaft, Wasser, Böden, Klima und Biodiversität, die unsere Lebensgrundlage sind. Gleichzeitig stehen landwirtschaftliche Betriebe und der Staat unter wirtschaftlichen Zwängen. Als Agraringenieur möchte ich helfen, diese Ziele kosteneffizient in Deckung zu bringen.

Landwirtschaft hat den ländlichen Raum geprägt, der heute auch Lebensraum für Menschen ist, die ganz anderen Lebensinhalten nachgehen. Gleichzeitig trägt der ländliche Raum die Energiewende, die für die Menschen auf dem Land oft auch Belastungen mit sich bringt. Die ländlichen Räume müssen heute mehr denn je eine besondere Unterstützung erhalten, um attraktiv und lebendig zu sein.

Werdegang

Ich bin in Westen an der Aller aufgewachsen. Nach einer Baumschullehre, Wanderjahren und einem Gartenbau-Studium mit agrar-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt habe ich elf Jahre in einem Agrarberatungsbüro in Hannover und bis jetzt 17 Jahre in einem Büro in Göttingen gearbeitet. Beide sind überwiegend auf die Gewässerschutzberatung ausgerichtet. In diesem Bereich habe ich Projekte zur Nmin-Methode, einer Maßnahme mit Ergebnishonorieriung, und zur gebietsrepräsentativen landesweiten Hoftorbilanz-Berechnung hauptverantwortlich durchgeführt. Ein anderer Schwerpunkt ist die Datenbank-Entwicklung für das Land Niedersachsen und für das eigene Büro.

Bei den Grünen bin ich seit 2017. Seit 2020 bin ich LAG-Co-Sprecher und seit 2024 stv. BAG-Co-Sprecher.

Ziele grüner Landwirtschaftspolitik

Landwirtschaftspolitik muss kosteneffizient sein und eine Landwirtschaft ermöglichen, die Spaß macht und gleichzeitig die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser, Biodiversität respektiert. Dazu muss der Boden für die Landwirtschaft erhalten werden und erschwinglich bleiben für die, die darauf Lebensmittel erzeugen. Also gilt es, die Kauf- und Pachtpreisentwicklung durch Bodenspekulation einzudämmen. Agrarprämien sollten an gesellschaftliche Leistungen gebunden sein. Wirtschaftliche Nachteile durch nach einer räumlichen Prioritätensetzung unterschiedlich hohe Umweltauflagen müssen für die Landbewirtschaftenden ausgeglichen werden.